Nach Razzia und Festnahmen: Lovoo will mit Ermittlern kooperieren | heise online

Als Reaktion auf eine groß angelegte Razzia und die Verhaftung zweier Mitglieder der Geschäftsführung hat sich nun die Betreibergesellschaft der Dating-Plattform Lovoo offiziell zu Wort gemeldet.

Die Stellungnahme der Lovoo GmbH in voller Länge
Die Stellungnahme der Lovoo GmbH in voller Länge.
Die Lovoo GmbH, zuletzt durch die Verhaftung zweier Mitglieder der Geschäftsführung in die Schlagzeilen geraten, hat „den Ermittlungsbehörden voll umfängliche Transparenz und Kooperation zugesichert“ – dies erklärt das Unternehmen in einer Stellungnahme. Weiter heißt es, dass die Betreibergesellschaft der Dating-Plattform weiter daran arbeiten werde, „die Vorwürfe aufzuklären und das Vertrauen ihrer 200 Mitarbeiter und ihrer vielen Millionen Nutzer wiederherzustellen.“ Detaillierte Angaben seien aufgrund laufender Ermittlungen derzeit nicht möglich.

Whistleblower belastet Lovoo schwer

Die Vorwürfe wiegen schwer: Ein umfangreiches Datenpaket, das der c’t im Herbst vergangenen Jahres von einem Whistleblower zugespielt wurde, lässt vermuten, dass bei Lovoo systematisch weibliche Profile generiert wurden, um männliche Nutzer zu kostenpflichtigen Aktionen zu animieren. Sollte sich dieser Verdacht bestätigen, könnte der entstandene Schaden in die Millionen gehen. Das Material deutet darauf hin, dass die Fake-Profile intern auch als Promote Bitches bezeichnet wurden und die Führungsriege bemüht war, diese Aktivitäten innerhalb des Unternehmens geheim zu halten.

Verdacht auf gewerbsmäßigen Betrug

Am vergangenen Mittwoch hat das Landeskriminalamt Sachsen eine umfassende Razzia durchgeführt und zwei Mitglieder der Geschäftsführung verhaftet. Etwa 200 Beamte haben 13 Objekte in Dresden, 2 Objekte in Berlin und ein Objekt in Nürnberg durchsucht, um Beweismaterial sicherzustellen. Darunter befinden sich die Geschäftsräume der Lovoo GmbH in Dresden und Berlin. Die Staatsanwaltschaft Dresden wirft in diesem Fall zwölf Beschuldigten im Alter zwischen und 25 und 38 Jahren gewerbsmäßigen Betrug vor.

Eine Zusammenfassung und Einschätzung der bisherigen Ereignisse liefert der folgende Artikel:

Quelle: Nach Razzia und Festnahmen: Lovoo will mit Ermittlern kooperieren | heise online

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